Decathlonvertrag schafft Trendwende
Der FDP-Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Henrik Statz begrüßt die Auslösung der nächsten Investitionswelle im Stadthof Hanau ausdrücklich. Mit dem geplanten Bauabschnitt 1 werde ein entscheidender Schritt zur langfristigen Sicherung des Stadthofs und zur Stärkung der Hanauer Innenstadt gegangen.
„Kommunalpolitik braucht manchmal Geduld – und manchmal starke Nerven. Vor allem aber braucht sie Mut statt wilden Aktionismus“, erklärt Statz. „Was jetzt auf den Weg gebracht wird, ist kein Schnellschuss und keine kosmetische Maßnahme, sondern ein strukturell notwendiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Stadthofs.“
Der Bauabschnitt umfasst weit mehr als die Vorbereitung des Untergeschosses für den neuen Ankermieter Decathlon Deutschland. Vorgesehen sind unter anderem die vollständige Entkernung des Untergeschosses, dessen energetische Grundsanierung, der Neubau der gesamten technischen Gebäudeausrüstung, die Sanierung des Innenhofs, die energetische Ertüchtigung der Gastronomieeinheit im Erdgeschoss sowie ein neuer barrierefreier Zugang im heutigen Service- und Ticket-Center.
„Wir legen damit das technische Rückgrat für das gesamte Gebäude“, so Statz. „Was wir heute klug und vorausschauend investieren, spart uns morgen Zeit, Geld und unnötige Debatten.“
Bereits in der Januarsitzung 2024 habe er im Zusammenhang mit der Ausschreibung eines Generalplaners betont, dass die Anstrengungen nicht nachlassen dürften. „Halbe Kraft bei voller Herausforderung ist keine Strategie. Heute können wir sagen: Diese Konsequenz zahlt sich aus.“ Mit dem Mietvertrag für Decathlon sei eine klare Trendwende gelungen – sichtbar und messbar. „Wir konnten die Entwicklung von Frequenz und Umsätzen während der Schließung und seit der Wiedereröffnung des Stadthof Hanau genau beobachten. Die Entscheidung für den Stadthof war mutig – und sie war notwendig.“
Statz verbindet den Abschluss mit dem internationalen Sportartikelhersteller mit einem klaren Signal für den Standort Hanau: „Decathlon steht für Frequenz, Erlebnis und Beteiligung am Stadtleben. Hier geht es nicht nur um Verkauf, sondern um Sport in der Innenstadt, um Aktionen, Events und Präsenz im Stadtbild.“
Auf rund 3.000 Quadratmetern Verkaufsfläche mit Testflächen und Veranstaltungsformaten entstehe eine neue Verbindung zwischen Stadthof und Marktplatz – räumlich wie inhaltlich. Der neue Zugang mit Rolltreppen, Aufzug, Foyer, Tiefgaragenanbindung und Kundentoilette werde das Gebäude deutlich öffnen und sichtbarer machen.
Die Investitionen in Höhe von rund 20 Millionen Euro für diesen Bauabschnitt bewegten sich dabei im Rahmen der bereits genehmigten Gesamtumbaukosten von 40 Millionen Euro. „Zugleich schaffen wir jetzt schon die Voraussetzungen, um die oberen Geschosse später deutlich entspannter anschließen zu können – wenn tragfähige Nutzungskonzepte vorliegen“, betont Statz. „Das ist kein Flickwerk, das ist Struktur.“
Für die weitere Entwicklung des Stadthofs plädiert Statz für Augenmaß: „Ein bis zwei weitere Ankermieter aus dem Handel wird das Gebäude gut vertragen. Aber eine einseitige Abhängigkeit vom Handel wäre töricht. Wir brauchen eine Vielfalt an frequenzbringenden Nutzungen.“
Der Beschluss sei daher mehr als eine Investitionsentscheidung. „Er ist ein klares Bekenntnis dazu, Verantwortung für unsere Innenstadt nicht zu delegieren, sondern sie weiterhin selbst zu übernehmen“, so Statz. „Die Richtung stimmt. Der Mut ist da. Jetzt folgt der nächste logische Schritt.“
Die FDP-Fraktion habe der Auslösung der Investitionswelle deshalb ausdrücklich zugestimmt.
