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Hanau muss Venture Capital-Hotspot in Hessen werden

FDP-Oberbürgermeisterkandidat Henrik Statz fordert eine klare strategische Offensive zur Stärkung des Innovations- und Gründungsstandorts Hanau. Ziel müsse es sein, gezielt Venture Capital für Neu- und Ausgründungen in die Stadt zu holen.

„Hanau verfügt über weltweit gefragtes Know-how und starke Kompetenzcluster, insbesondere im Bereich Materialtechnik und Kreislaufwirtschaft. Dieses Potenzial müssen wir viel konsequenter in unternehmerisches Wachstum übersetzen“, erklärt Statz. In den kommenden Jahren werde Hanau zudem zu einem der größten Standorte für Rechenzentren in Deutschland. Diese Entwicklung eröffne zusätzliche Chancen im Bereich Digitalisierung, Datenökonomie und technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

Ideen sind vorhanden – Kapital fehlt

Nach Einschätzung von Statz mangelt es nicht an Innovationskraft, sondern häufig an passenden Finanzierungsstrukturen: „In unseren Unternehmen und Konzernen gibt es zahlreiche Ideen für Start-ups und Ausgründungen. Oft scheitert die Umsetzung jedoch nicht an der Qualität der Konzepte, sondern an fehlendem Wagniskapital, flexiblen Strukturen oder an den Strategien in den Unternehmen, die sich aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.“ Gerade technologieintensive Gründungen benötigten in der Frühphase Risikokapital von außen, um schnell skalieren und internationale Märkte erschließen zu können. Hier müsse Hanau deutlich aktiver werden.

Stadt als Türöffner und Plattform

Statz schlägt vor, Hanau strategisch als Venture-Capital-affinen Standort zu positionieren. Dazu gehörten: der aktive Aufbau von Netzwerken zwischen Industrie, Start-ups und Investoren, gezielte Standortvermarktung bei Venture-Capital-Gebern, die Schaffung eines innovationsfreundlichen Umfelds für Ausgründungen sowie schnellere und unternehmerfreundliche Verwaltungsprozesse. „Die Stadt muss mehr Impulsgeber sein“, so Statz. Ziel sei es, Kapital, Kompetenz und Unternehmergeist systematisch zusammenzubringen.

Vom Produktionsstandort zum Innovationsstandort

Eine erfolgreiche Venture-Capital-Strategie bedeute mehr als einzelne Start-up-Erfolge. Sie schaffe neue Arbeitsplätze, zusätzliche Wertschöpfung und langfristig höhere Gewerbesteuereinnahmen. Dadurch entstünden finanzielle Spielräume für Zukunftsinvestitionen – ohne zusätzliche Belastungen für Bürgerinnen, Bürger oder Unternehmen. „Hanau besitzt großes Know-how und muss mehr zum Innovationsstandort werden. Wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, Flächen ausweisen, Investoren und Entwickler stärker zusammenbringen, kann Hanau zu einem führenden Gründungs- und Technologiestandort in Hessen aufsteigen“, betont Henrik Statz.