In den vergangenen Wochen bin ich mehrfach gefragt worden, warum es keine öffentliche Erklärung zu meinem Rückzug an der Spitze der Hanauer FDP gegeben hat. Da dies kaum mediale Aufmerksamkeit erfahren hat, möchte ich meine Beweggründe selbst erläutern.
Für mich bedeutet Politik vor allem eines: Verantwortung zu übernehmen. Deshalb habe ich – unabhängig von einem persönlichen Verschulden – nach dem Ergebnis der Kommunalwahl die politische Verantwortung übernommen und den Weg für einen personellen Neuanfang an der Spitze der Hanauer FDP freigemacht.
In einer intensiven und sehr respektvollen Diskussion haben wir gleichzeitig einstimmig beschlossen, dass ich die Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen für die FDP führen soll. Diesen Auftrag habe ich gerne angenommen. Mit der Unterzeichnung des neuen Koalitionsvertrags zwischen SPD, CDU und FDP für die Jahre 2026 bis 2031 ist dieser Auftrag nun erfüllt.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es uns trotz guter kommunalpolitischer Arbeit nicht ausreichend gelungen ist, unsere liberale Handschrift sichtbar zu machen und uns vom Bundestrend zu lösen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für neue Impulse.
Für mich hat sich dabei eine Überzeugung noch einmal gefestigt: Ich mache Politik nicht für eine Partei, sondern für die Menschen in unserer Stadt – aus einer liberalen Perspektive, die Freiheit, Eigenverantwortung und größtmögliche Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt.
Ich freue mich darauf, den neu gewählten Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri sowie die zur Wahl stehenden Isabelle Hemsley und Andreas Jäger in den kommenden Jahren zu unterstützen. Gleichzeitig werde ich mich wieder stärker meinem Unternehmertum und meinem ehrenamtlichen Engagement widmen.
Mein herzlicher Dank gilt allen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Der Hanauer Kommunalpolitik bleibe ich selbstverständlich erhalten – mit derselben Überzeugung wie bisher: Verantwortung endet nicht mit einem Amt.
