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Alles wird…

Mit dem heutigen Tag endet für mich eine Reise, die im Spätsommer 2025 begann, denn heute Abend wird endgültig feststehen, wer in den kommenden Jahren Hanau in die Zukunft denkt. Und egal, wer am Ende vorne liegt, wird meine Unterstützung erhalten. Denn Entscheidungen und Ergebnisse produziert man nur gemeinsam.

Meine Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt hatte ich von Anfang an als ein Angebot aus der Mitte der Gesellschaft heraus verstanden, aus Mittelstand, Ehrenamt und Familienleben. Natürlich auch, um die liberale Idee für unsere FDP Listen der Ortsbeirat- und Stadtverordnetenversammlungslisten besser sichtbar zu machen. Meiner Idee, in Zeiten des Nullwachstums, zuerst den Privatsektor zu stärken, bevor man immer mehr Aufgaben in die Verwaltung zieht, haben sich 4,14 Prozent der Wähler angeschlossen – die meisten, die hätten abstimmen können, sind zu Hause geblieben, weil es sie nicht interessiert oder weil sie glauben, dass sich ohnehin nichts ändert.

Die Hanauer FDP hat bei den Wahlen für die Ortsbeiräte solide abgeschnitten, bei der Wahl für die Stadtverordnetenversammlung blieben wir unter den Erwartungen. Das skandalfreie, konstruktive Mitarbeiten in der Regierung hat uns für viele Menschen in der Stadt zu unsichtbar gemacht, hinzu kam ein Bundestrend, der auf allen Ebenen zum grundsätzlichen Nachdenken anregen muss: Ist das gesellschaftliche Modell der Freiheit am Ende? Ist der Leistungsgedanke noch zeitgemäß? Ist die Angst vor Selbstbestimmung zu groß, wenn einen die Welt da draußen überfordert?

Ich habe die letzten zwei Wochen intensiv genutzt, mir über vieles Gedanken zu machen. Jetzt habe ich so etwas wie einen Plan und werde diesen Schritt für Schritt in die Tat umsetzen.

Ich danke allen, die mich bei der Mission des letzten halben Jahres begleitet und unterstützt haben. Ich danke allen Hanauerinnen und Hanauern, die uns und mir ihre Stimme gegeben haben.

Vor kurzem habe ich gelesen, dass man sich nicht auf Durchhalteparolen wie „Alles wird gut“ verlassen sollte. Man solle aber auch nicht im Sinne eines „Alles wird schlecht“ resignieren. Man solle offen und zuversichtlich bleiben, denn „Alles wird.“